Ein Skigebiet, zwei Kantone, Schweiz
doppelter Genuss

In der Schweiz regiere der Kantönligeist, sagt man. Und in Andermatt+Sedrun+Disentis darf man ihn voll auskosten. Denn es gibt Spezialitäten aus zwei Kantonen: Uri und Graubünden grenzen hier aneinander.

Östlich des Oberalppasses

Im Bündnerland kocht man traditionell mit regionalen, lange haltbaren Zutaten wie Kartoffeln oder Mehl. Feine Kräuter, würziges Bündnerfleisch oder rezenter Alpkäse verleihen den Gerichten ihre Würze.

Pizokel

Diese Mehlspeise ist so vielseitig wie der Kanton Graubünden. Die Riesenspätzli schmecken süss oder salzig, es gibt sie aus Weizen- und aus Buchweizenmehl oder angereichert mit Kartoffeln. Geniessen kann man sie mit Speck, Zwiebeln und Käse, mit Gemüse wie Mangold oder Wirz, mit süssen Früchten und vielem mehr. Eine Mahlzeit also für jeden Geschmack.

Capuns

Ein Gericht, für das jede Bündner Familie ein eigenes (Geheim)Rezept hat? Capuns! Allen gleich ist, dass Spätzliteig in ein Päckchen gewickelt wird. Aber da fängt's schon an: einige verwenden dafür Mangold-, andere Lattichblätter. Und die Füllung? Kann Salsiz sein, Landjäger, Bündnerfleisch oder Bergkäse, dazu Kräuter wie Krauseminze, Petersilie und Schnittlauch. In Rahm oder Milch-Wasser gekocht und mit Käse überbacken: so oder so eine Delikatesse.

Maluns

Du hast dich heute so richtig verausgabt auf der Piste? Ein Teller Maluns macht auch dich satt: Geraffelte Kartoffeln und Mehl röstet man in Butter, bis sich goldgelbe Klümpchen bilden. Dazu isst du Apfelmus oder ein Stück Bergkäse und schon hast du wieder Energie für die nächste Abfahrt.

Bündner Gerstensuppe

Was wärmt im Winter besser als eine feine Suppe? Da die Wintergerste in grossen Höhen und bei niedrigen Temperaturen wächst, war sie in Graubünden lange Zeit ein Grundnahrungsmittel. Mit Bouillon, Gemüse und je nach Geschmack Speck, Rohschinken oder Bündnerfleisch kocht man daraus eine reichhaltige Suppe, die nicht nur an kalten Tagen wunderbar schmeckt.

Lust, die Bündner Spezialitäten auszuprobieren? Besuche die Restaurants in Disentis und Sedrun.

Westlich des Oberalppasses

Du magst gute, einfache Gerichte? Dann bist du in Uri richtig. In der Küche des Bergkantons spielen Milchprodukte und winterhartes Gemüse eine grosse Rolle. Spürbar sind auch die Einflüsse aus dem angrenzenden Kanton Tessin und Italien, wohin die Urner früher ihr Vieh verkauft haben.

Urner Hafächabis

Hauptbestandteil dieses deftigen Eintopfs ist, der Name sagt es, Chabis (Schweizerdeutsch für Kohl). Dazu kommen Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Lammfleisch. Am besten schmeckt der Hafächabis aufgewärmt, man bereitet ihn daher schon am Vortag zu.

Älplermagronen

Diese typische Schweizer Spezialität soll im Kanton Uri entstanden sein. Seit dem Bau des Gotthard-Tunnels gibt es Teigwaren im Grenzkanton und die Sennen haben aus diesen ein währschaftes Gericht kreiert: Pasta, Alpkäse und Rahm werden gemischt und mit gerösteten Zwiebeln garniert. Als Beilage gibt es Apfelmus und wer mag, gibt Kartoffeln zu den Maccheroni –  dies der Ursprung des Worts Magronen.

Rispor

Der Name Rispor – oder Ryys und Boor – kommt von Reis und Porro, dem italienischen Wort für Lauch. Und aus viel mehr besteht das Gericht auch nicht. Mit Urner Bergkäse verfeinert wird der Lauchrisotto würzig und sämig.

Lust, die Urner Spezialitäten auszuprobieren? Besuche die Restaurants in Andermatt.